Hallo

Ich habe Eure Internetseite mit viel Interesse durchstöbert, einige Berichte sind wirklich ergreifend. Meine Geschichte jedoch ist etwas anders...

Ich habe meine Schulzeit normal durchlebt und übte sogar Geräteturnen aus. Mit 15 Jahren musste ich dies dann aber, aufgrund eines Wohnortswechsels, beenden. Zu der Zeit schwebte das Damokles-Schwert über mir, da meine Mutter, mein Onkel und meine Tante an einer unbekannten Krankheit litten. Man sagte, dass sie an einer Sklerose litten.

Das Urteil fiel dann im Jahre 1995, als mein Bruder sich untersuchen liess, weil er seit einigen Jahren an Rückenproblemen und leichten Gleichgewichtsproblemen litt. Zu dieser Zeit war er 28 und ich 26 Jahre alt. Diese bittere Pille war hart zu schlucken. So stellte ich mir immer wieder alle möglichen Fragen: „Warum ich? Was habe ich Gott angetan, um das zu verdienen? Sind auch meine Kinder davon betroffen?“. Meine Kinder waren damals vier und fünf Jahre alt. Leider bekam ich keine Antwort auf all meine Fragen.

Die Jahre vergingen und ich akzeptierte mein Leben, so wie es war. Die Krankheit machte einen Vorstoss. Das heisst, die Gleichgewichtsprobleme nahmen zu und ich hatte einige Stürze zu verdauen. Ich habe im Mai dieses Jahres aufgehört zu arbeiten, was in meinem Freundeskreis einige Fragen aufwarf und zu Unverständnis führte. Die Blicke der Leute sind oft schwer zu ertragen und manche Fragen sind nicht leicht zu beantworten, da diese Krankheit unbekannt ist.

Ich nehme seit Juli das Medikament Idebenone, in der Hoffnung, dass es mir hilft und die Resultate Fortschritte in der Forschung bringen. Wenn nicht für mich selbst, vielleicht für die, die nach mir kommen werden.

Freundliche Grüsse
Nathalie Mazenen

Meine Email :chmezenen@dplanet.ch